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Stadtinfo Juli 2019

Gemeinderatswahlen: Zu viele Fehlstimmen und die Frage nach mehr gesamtstädtischem Bewusstsein

Bei insgesamt 231429 gültigen Stimmen 74859 Fehlstimmen. Das sind 32,34 % bezogen auf die gültigen Stimmen. Die meis- ten Fehlstimmen wurden dabei in den Ortschaften produziert. Spitzenreiter ist Pfahlheim mit 51%, dicht gefolgt von Röhlingen mit 50%, Schrezheim 38%, Rindelbach 37%. Aber auch in der Kernstadt gab es 23% Fehlstimmen.

Fehlstimmen entstehen, wenn Wahlberechtigte nur einen Teil ihrer 27 Stimmen vergeben. Setzt jemand z. B. nur 17 Stimmen ein, enthält der Wahlzettel 10 Fehlstimmen. Oder sie entstehen, wenn mehr Kandidaten eines Wahlbezirkes angekreuzt werden als für den Wohnbezirk möglich. So lässt sich vermuten, dass insbesondere in den Ortschaften zahlreiche Wahlberechtigte nicht alle Stimmen vergeben bzw. zu viele Bewerber aus einem oder mehreren Wohnbezirken gewählt haben. Gewiss, es ist nicht illegitim weniger Stimmen zu vergeben als man hat. Gleichwohl fragen wir uns: Wie können wir unser Wahlsystem so vereinfachen und reformieren, dass einerseits noch mehr ge-samtstädtisches Bewusstsein und andererseits auch weiterhin die Unterstützung unserer lebendigen Ortschaften gleichwertig im Mittelpunkt der Wahlen stehen?

Wenn wir ein starkes Gemeinderatsgremium haben wollen, dann müssen wir gesamtstädtisch wählen. D. h. möglichst alle Stimmen einsetzen. Stadtverwaltung und neuer Gemeinderat müssen dieses Wahlergebnis noch genauer analysieren.