Zum Tod von Albrecht Schmid:
Albrecht Schmid

Am vergangenen Samstag ist der langjährige SPD-Stadtrat, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und Stadtverbands in Aalen verstorben. Seit einigen Monaten hatte er sich rar gemacht, Grund hierfür war eine schwere Erkrankung, an der er jetzt verstorben ist.

Erst vor wenigen Tagen habe ich noch mit ihm telefoniert. Seine Stimme, sonst klar und kräftig, war zittrig und schwach, es ging ihm nicht gut.

Albrecht Schmid gehörte fast 45 Jahre der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands an. In Zeiten, in denen Werte in den Hintergrund getreten sind, sind Menschen wie er wie ein Leuchtturm in dunkler Nacht. „Wer eine Gemeinde mitgestalten, sie verändern möchte, der muss für etwas stehen.“ Dieser Satz, den er mir vor langer Zeit mitgegeben hatte, hat mich damals schon beeindruckt. Denn so lebte Albrecht Schmid auch. Freiheit, Solidarität, Toleranz sind Leitwerte der Sozialdemokratie. Schmid gab diesen Werten ein Gesicht. Auf ihn konnte man mit dem Finger zeigen, wenn es um ein menschliches Leitbild ging. Gleichzeitig stand hinter dem schlauen Mann, der sein ganzes Berufsleben Schüler*innen unterrichtete, ein unglaublicher Mensch.

Stadtinfo Mai 2022

Mehr Power für die Verkehrswende in Ellwangen!

Die Gemeinderatsdebatte vom Mai 2021 um Geschwindigkeitsreduzierungen in der Haller Str. und der Dalkinger Str. entlockte BM Grab die Ankündigung, dass die Stadtverwaltung „gerne größer denken“ wolle und sich „beim Land um den Status als Modellkommune“ für Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit bewerben möchte. Aktuell hat der OB nunmehr darauf hingewiesen, dass ein Antrag erst möglich sei, wenn das Bundesverkehrs- ministerium durch eine Gesetzesänderung den Kommunen eine selbständige Entscheidung für alle innerörtlichen Straßen (mit Ausnahme von Bundesstraßen) ermöglicht.                                                       

 

Neustrukturierung der Kliniklandschaft im Ostalbkreis

Leserbrief von Fritz Taschinski. stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Ellwangen Virngrund

Krankenhaus-Debatte

Im Jahr 2017 trat das „Klinikkonzept 2020“ in Kraft, das den Zusammenschluss der Krankenhäuser in Aalen, Mutlangen und Ellwangen zu den Kliniken Ostalb bewirkte. Im Rahmen dieses Konzeptes sollten alle drei Standorte erhalten bleiben, gleichzeitig deren Kompetenzen gebündelt, Kosten eingespart und die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Beratend stand den Entscheidungsträgern dabei die Boston Consulting Group zur Seite. 

Heute, fünf Jahre später, wird dieses  Projekt als gescheitert erklärt.

Anstatt nun aber in Ruhe und mit klarem Blick die Gründe des Scheiterns zu analysieren, wird flugs ein neues Konzept entwickelt, diesmal mit dem Institute for Health Care Business als Berater. Dieses neue Konzept sieht die Schließung von mindestens zwei, vielleicht sogar aller drei vorhandenen Kliniken und den Neubau eines zentralen Klinikums auf der grünen Wiese vor. Die Kostenschätzungen gehen dabei, Stand heute, von mehreren hundert Millionen Euro aus.

Sollte nicht zunächst geklärt werden, woran das, noch gar nicht so alte Konzept gescheitert ist? War das Konzept falsch, oder ist es einfach nur nicht gut umgesetzt worden? War am Ende gar nicht das Konzept schuld, sondern hat die Corona-Krise für den Anstieg der roten Zahlen gesorgt?Der geplante Total-Umbau der Krankenhauslandschaft im Ostalbkreis betrifft alle Menschen die hier leben gleichermaßen, ob als Patient oder Patientin oder als steuerzahlenden Bürger.

Bürgerbeteiligung beim Prozess der Klinikentwicklung erforderlich

Der SPD-Kreisvorstand hat sich in seiner jüngsten Sitzung in Wasseralfingen mit dem Thema der Gesundheitsversorgung im Ostalbkreis beschäftigt. Das Gremium hat bei seinen Beratungen unterstrichen, dass bei den jetzt bekannt gewordenen Plänen zur Reform der Krankenhausstruktur die Bürgerbeteiligung ein ganz wesentlicher Punkt ist. „Mit der Klinikreform ändert der Landkreis seine bisherige Strategie. Es werden langfristig für die Menschen wirksame Weichenstellungen in der Gesundheitsversorgung vorgenommen. Da ist es für uns selbstverständlich, dass eine breite Bürgerbeteiligung und öffentliche Diskussion der Planungen dazugehört“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende Sonja Elser.

Jahresempfang der Ostalb-SPD mit Bräbel Bas MdB
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas

Am Samstag, 28. Mai 2022, um 10:00 Uhr, kommt die Präsidentin des Deutschen Bundestags, Bärbel Bas MdB in die Cafeteria des Berufsschulzentrums, Steinbeisstraße 10, nach Aalen.

Die Inzidenzzahlen sinken deutlich und es ist nach zwei Jahren dringend an der Zeit, eine schöne Tradition der SPD im Ostalbkreis wiederzubeleben. Natürlich in Präsenz und Geselligkeit, trotz betrüblicher Tage wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine.

In schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, sich auszutauschen und Solidarität zu üben. Insbesondere freuen wir uns auf die Hauptrednerin, die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas MdB.

Heraus zum 1. Mai!

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA-Ostalb) und der SPD-Kreisverband rufen zur Teilnahme an den Kundgebungen und Aktionen des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai in der Region auf:

Hauptversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus

Nach der Corona-Zeit wurde mit einiger Verspätung die Hauptversammlung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus mit Neuwahlen abgehalten.
 

Die Vorsitzende Marga Elser führte aus, dass wegen Corona im vergangenen Jahr nur wenige Termine möglich waren. 60plus war aber sowohl beim Landtagswahlkampf als auch bei der Bundestagswahl sehr engagiert. Die Hauptversammlung im September musste wegen zu geringer Beteiligung verschoben werden.

Europa Friedensmacht

René Repasi

Mitglied des Europaparlaments

Der 24. Februar 2022 wird einer jener Tage sein, bei denen wir uns noch in Jahrzehnten genau daran erinnern werden, was wir taten und fühlten, als wir die schreckliche Nachricht vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erfahren haben; genau wie der 11. September 2001 oder der 28. April 1986. Ich selber habe mich dabei an meine Kindheit erinnert. Im Sommer 1991 sah ich zum ersten Mal schießende Panzer im Fernsehen, die im damaligen Jugoslawien einen Kriegbegonnenhatten. Ich hatte keine Ahnung, was das ist.

Wie erklärt man einem Kind, was ein Krieg ist? Heute habe ich zwei Söhne von drei und fünf Jahren und der Älteste fragt bereits danach.

Mich haben diese Bilder vom Krieg politisiert. „Nie wieder Krieg“ ist eine Parole, die mich zuerst in die SPD, dann in die Europapolitik und schließlich ins Europäische Parlament getragen hat. Ich trat dem Europäischen Parlament noch vor dem Kriegsausbruch bei, aber inzwischen dominiert der Krieg meinen Arbeitsalltag.

Zum Tag der Arbeit

Herbert Hieber

Für SozialdemokratInnen ist der 1. Mai ein ganz wichtiger Tag:
Er symbolisiert den langen Kampf der Gewerkschaften und der SPD für eine gerechtere Arbeitswelt.

Demonstrationen und Streiks zum 1. Mai 1856 in Australien und 1886 in den USA für den Achtstundentag waren der Start zu seiner weltweiten Einführung. 1919 wurde in Deutschland der 1. Mai zum ersten Mal gefeiert, doch ab 1933 missbrauchten ihn die Nazis als „Feiertag der Nationalen Arbeit“ und zerschlugen im Anschluss die Gewerkschaften und demokratischen Parteien.

Einer der wichtigsten Lebensbereiche ist für uns SozialdemokratInnen auch heute die Arbeit:

Gute Bezahlung für gute Arbeit, zwölf Euro Mindestlohn, gleicher Lohn für alle Geschlechter, Demokratisierung der Arbeitswelt, starke Betriebsräte, eine gute Vorbereitung auf die Digitalisierung vieler Berufe.

Die 2. Ausgabe der Roten Lilie erscheint deshalb zum 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeit.

Fragen an die Frauen in der SPD

Warum SPD?
Weil die SPD die wichtigsten menschlichen Werte ins Zentrum stellt: Solidarität, Respekt, Gleichberechtigung. Und das seit über hundertdreißig Jahren. Die SPD hat sich dem Hitlerregime verweigert. Dafür sind ihre Mitglieder ins KZ gegangen.
Beate Rothmaier, 59 Jahre, Schriftstellerin

Was ist dir besonders wichtig?
Ich finde es wichtig, sich politisch zu engagieren, um so die eigenen Vorstel- lungen bestmöglich umsetzen zu können. Auch weil ich jung und weiblich bin. Diese Gruppe ist immer noch viel zu wenig repräsentiert, auf kommunaler wie auf Bundes- und Landesebene. Dabei haben wir häufig einen frischen, an- deren Blick auf Probleme und tragen durch neue Sichtweisen zu Lösungen bei. 
Lisa Steinau, 28 Jahre, Rechtsreferendarin

Wofür trittst du ein?
Ich trete ein für eine offene und transparente Politik vor Ort und möchte der SPD in Ellwangen ein Gesicht geben. Die Kommunalpolitik ist meine Leidenschaft. In Ellwangen liegt vieles brach, doch in den Menschen unserer Stadt schlummert viel Potenzial. Mein Ziel ist es, mehr Menschen an der Gestaltung der Zukunft Ellwangens zu beteiligen.
Ariane Bergerhoff, 40 Jahre, Lehrerin, 2 Kinder

Was braucht mehr Aufmerksamkeit?
All diejenigen, die nicht für sich selbst kämpfen können, v.a. Kinder und Tiere. Sie sind uns oft ausgeliefert und deshalb auf ein funktionierendes System angewiesen. Ein großartiges Land wie Deutschland muss sich ständig das Zitat von Gustav Heinemann vor Augen halten: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt."
Eleonora Grasmück, 30 Jahre, Lehrerin

Wer oder was inspiriert dich?
Für mich war der Willy-Brandt-Wahlkampf 1972 Impulsgeber zu einer Zeit, als es nur drei Parteien gab. Erhard Eppler und Hans-Jochen Vogel waren für mich überzeugende Politiker mit klaren Positionen für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung ohne Waffengewalt.
Waltraud Pfleiderer-Mazouri, 66 Jahre, Krankenschwester