Ortsverein
„Wie steht es eigentlich um die Notfallversorgung im Ellwanger Raum?“ Dies war die zentrale Frage für eine Expertenrunde in dieser Woche, zu der die SPD Ellwangen geladen hatte. „Was läuft gut? Wo drückt der Schuh?“, fragte Ariane Bergerhoff, stellv. Vorstandsvorsitzende der SPD Ellwangen, in ihrer Begrüßung. Danach hatten die Vertreter der Rettungsdienste ausgiebig Gelegenheit, von ihrem Alltag zu berichten, Sorgen loszuwerden und konkrete Verbesserungsvorschläge zu äußern. Die anwesenden Mitglieder der SPD Ellwangen waren fasziniert, mit welcher Leidenschaft und Professionalität sowohl die ehrenamtlichen als auch die hauptamtlichen Retter von ihrer Arbeit berichteten. So zeigte sich Rainer Babbel, Abteilungskommandant der Feuerwehr Ellwangen, grundsätzlich zufrieden mit der Situation der Feuerwehr in Ellwangen. Diese rücke für etwa 150 Einsätzen pro Jahr aus. Hinzu kämen jährlich 22 Regelübungen und 22 Sonderübungen. Die große Leistung der Feuerwehrmänner für unsere Gesellschaft ist immens wichtig, müsse aber zukünftig stärker honoriert werden. Bergerhoff unterstützt daher die Forderung Babbels nach zusätzlichen Rentenversicherungspunkten für Ehrenamtliche in Feuerwehr und Rettungsdiensten. Auch die Verwaltungsbürokratie im Bereich Einsatzberichte und Fahrzeugbeschaffung binde viel Zeit. Eine hauptamtliche Bürokraft könne hier viel Entlastung schaffen. „Ich hatte schon immer große Hochachtung für Ihre Arbeit, aber nach Ihren Schilderungen ist diese Hochachtung noch einmal deutlich gestiegen“, sagte Herbert Hieber, Sprecher der SPD-Fraktion im Ellwanger Rathaus. „Wir werden den Feuerwehrbedarfsplan, der im Herbst in den Gemeinderat kommen wird, genau studieren.“ Im Gegensatz zur Feuerwehr sieht Linus Liss, Bereitschaftsleiter beim Deutschen Roten Kreuz Ellwangen, für seinen Bereich massive Nachwuchsprobleme. Liss ist der festen Überzeugung: „Der Rettungsdienst ist so nicht zukunftsfähig!“ Der hauptamtliche Rettungsdienst sei am Limit, auch im Ostalbkreis. In Zukunft käme es zu noch größerem Personalmangel.
v.l.n.r. Ulrich Pfeifle, die Jubilare Manfred Lietzenmayer, Josef Auchter, Helene Ebert, Kreisvorsitzender Josef Mischko, der neue Stadtverbandsvorsitzende Dr. Ulrich Klauck, Ortsvereinsvorsitzender Martin Diemer und Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher.
Josef Mischko ehrt Josef Auchter, Manfred Lietzenmayer und Helene Ebert