Schule: Wie aufholen nach Corona?

Ein Gespräch mit Thomas Geist, Schulleiter der Marienpflege

Die Fragen stellte Ariane Bergerhoff. Hier lesen Sie das Interview in voller Länge.

„Der Höhepunkt der Omikron-Welle ist überschritten“ so unser Gesundheitsminister Karl Lauterbach am 15. Februar 2022. Herr Geist, wie fühlen Sie sich?

Ich fühle mich derzeit erschöpft! In den letzten zwei Jahren kam für uns Schulleitungen das Corona-Management an der Schule und gleichzeitig die Digitalisierung mit den unterschiedlichen Förderprogrammen, zu unserer alltäglichen Arbeit einfach hinzu.

Auch wenn jetzt die hohen Wellen gebrochen zu sein scheinen, die Folgen der Coronapandemie werden wir in den Schulen noch jahrelang zu spüren haben. Das gilt zwar nicht für alle Schüler, besonders aber für diejenigen, die auch vor der Pandemie schon ihre Schwierigkeiten mit der Schule hatten. 
 

Von den Schulschließungen waren Ihre Schülerinnen und Schüler betroffen. Konnten Sie diese in den Wochen zuhause überhaupt erreichen? Wie ist es Ihnen gelungen? Wo sehen Sie Erfolge und wo gab es Probleme?

 

Ich arbeite ja einem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum, das bedeutet, unsere Lehrer kennen die individuellen Bedürfnisse der Schüler und ihren Familien etwas besser als an vielen allgemeinen Schulen. Es war uns immer wichtig, nicht nur irgendwie den Lernstoff zu vermitteln, sondern insbesondere den Kontakt zu den Familien zu halten. Häufig haben die Lehrer ihre Lernpakete mit dem Auto ausgefahren, so dass immer auch noch Zeit blieb, an der Haustüre mit den Kindern oder Eltern zu sprechen. Besonders die älteren Schüler haben wir über Videokonferenzen unterrichtet, was nicht immer ganz einfach war, da jede Familie ganz unterschiedliche Voraussetzungen in Bezug auf digitale Ausstattung wie W-LAN und so weiter hat.

Unsere extra angeschafften Leihgeräte für Schüler waren sehr schnell vergriffen.
Es gibt aber auch eine ganz erhebliche Anzahl an Schülern, die sehr schlecht zu erreichen waren und bis heute Schwierigkeiten haben, wieder in den Schulalltag zurückzufinden. Das geht übrigens allen Schulen so, das erfahre ich täglich innerhalb unseres sonderpädagogischen Dienstes an anderen Schulen.
 

Was hat Ihnen besonders zu schaffen gemacht? Was muss besser werden und welche Unterstützung brauchen Sie als Schule?

 

Die Pandemie kam für alle ja recht schnell und ohne große Vorankündigung. Was aber in den letzten Jahren im Bereich der Digitalisierung von politischer Seite her verschlafen wurde, fiel uns nun umso schwerer auf die Füße. Gleichzeitig war während des ersten Lock-Downs eine große Verunsicherung bei allen deutlich spürbar. Am schwersten hatten es aber die Eltern, die plötzlich im Spannungsfeld ihrer eigenen Arbeitsstelle und dem Homeschooling ihrer Kinder gestanden haben. Das war für Familien mit mehreren Kindern oder für Alleinerziehende fast nicht zu bewältigen. Erst, als der Begriff „Notbetreuung“ etwas weiter gefasst wurde, gab es eine leichte Entspannung. Somit konnten wir viele Kinder wieder besser in den Präsenzunterricht einbinden und die Familien entlasten.

 
Wir Schulleitungen haben häufig erst freitagnachmittags von Änderungen erfahren, die ab Montag umgesetzt werden mussten, auch das habe ich als enorm schwierig erlebt.

 

Viele sagen, dass die Digitalisierung an den Schulen einen enormen Schub erhalten hat und man so der Situation wenigstens ein bisschen etwas Positives abgewinnen könnte. Wie sehen Sie das?

 

Vom Grundsatz her kann ich dieser Aussage gerne folgen. Innerhalb kurzer Zeit gab es unterschiedliche Förderprogramme: Der Digitalpakt 2019-2024 als „das“ große Paket, die Schüler- und Lehrerleihgeräte, die IT-Administration – sprich: es stand innerhalb sehr kurzer Zeit relativ viel Geld zur Verfügung und musste fristgerecht verausgabt werden.

Von der Technik her haben wir einen guten Stand erreicht, nun ist es wichtig, auch die beteiligten Lehrer, Schüler und Eltern einzubinden und in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Endgeräte weiterzubilden. Erst dann kann ich einen positiven Schlussstrich ziehen. Ich hoffe sehr, dass es hierfür ausreichend Fortbildungsangebote gibt und diese nicht einem Sparzwang unterliegen.
 
 
Was würden Sie sagen, war für Sie die wichtigste Erkenntnis, die Sie aus dieser Pandemie mitnehmen werden?
 
Interessant war, dass die neue Kultusministerin Theresa Schopper in ihrem Antrittsschreiben an die Schulen betont hat, dass nach der Wiedereröffnung der Schulen, nicht nur auf den Leistungsgedanken in Form von Schulnoten geachtet werden soll, sondern die Lehrer bat, gleichrangig die sozialen und emotionalen Faktoren der Schüler im Blick zu haben. Diese Bitte der Ministerin hat mir aus dem Herzen gesprochen! …. und bietet aber auch Anlass für Selbstkritik unseres eigenen Berufstandes! Die Zahl der Schüler, die aktuell mit dem Thema „Schulverweigerung,“ „Schulangst“ bei den Beratungsstellen oder bei mir aufschlagen, gibt Anlass zur Sorge.
Die Schule der Zukunft sollte also die Kinder wieder ganzheitlicher betrachten, sie sind keine Lernmaschinen.

 

Wie geht es Ihren Schülerinnen und Schülern heute? 

 

Ich würde hier in zwei Schülergruppen unterscheiden: Es gibt diejenigen, die froh und dankbar sind, wieder in Gemeinschaft lernen zu können. Die andere Gruppe tut sich enorm schwer, sich wieder in die Gemeinschaft einzufinden. Da das Medienangebot zuhause oft attraktiver ist als in der Schule, haben sich einige Kinder an lange Zeiten vor ihren Spielkonsolen und ähnlichem gewöhnt. Einige Schüler sind „wie abgetaucht“.

 

Wie war die Zusammenarbeit mit den Eltern? Wie war deren Rückmeldung?

 

Zu Beginn der Pandemie mussten wir zuerst mal alle E-Mail-Adressen der Erziehungsberechtigten abfragen, da der übliche Kommunikationsweg in Briefform recht aufwändig und kompliziert gewesen wäre. Ich habe dann in regelmäßigen Abständen die Eltern über Veränderungen im Schulbetrieb informiert, fast jede Mail endete mit „… ich danke für ihr Vertrauen und Verständnis..!“ Das war aber keine leere Floskel, sondern sehr ernst gemeint: Bis auf wenige Ausnahmen haben die Eltern die Maßnahmen wie die Test- und Maskenpflicht bis hin zur kompletten Schließung der Schule akzeptiert und mitgetragen.

Was ich aber auch erlebe, ist, dass Eltern, die mit ihren Kindern nun in Schwierigkeiten stecken, sich nicht von alleine bei der Institution „Schule“ melden und um Rat fragen, häufig müssen wir den Familien hinterherlaufen.

 

Wie wollen Sie entstandene Lern- aber auch Erlebens-Lücken bei den Schüler*innen schließen?

 

Derzeit führen wir das Förderprogramm „Lernen mit Rückenwind“ durch. Dieses Programm soll dazu dienen, entweder entstandene Lernlücken in den Kernfächern zu schließen oder auch Rückstände in sozial-emotionaler Entwicklung auszugleichen. 

Da wir als Ganztagesschule ausreichend Lernzeit haben, werden wir die fachlich-inhaltlichen Lernlücken über eine gewisse Zeit selbständig ausgleichen können. Deshalb haben wir uns entschlossen, mit einem externen Anbieter mehr in Richtung Teambuilding, Konfliktfähigkeit und Sozialtraining mit unseren Klassen zu arbeiten. Ich glaube, dieser positive Effekt ist für uns derzeit wertvoller als „Nachhilfeunterricht“ zu erteilen.

 

Welche Hilfestellungen wären nun sinnvoll?

Derzeit steht noch die Krisenbewältigung an. Wenn die Einschränkungen mal vorbei sind, würde ich mir aber von der Landesregierung wünschen, dass die Schulen etwas Zeit bekommen, sich selber wieder etwas sortieren zu können, um an ihren Kernthemen der Schulentwicklung zu arbeiten. Bitte nicht gleich wieder die nächsten Vorgaben, die umzusetzen sind.

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen? 

 

Meine Hoffnung ist, dass wir als Schule nicht dem Effekt „Zurück zur Normalität“ unterliegen. Die „neue Normalität“ wird dann gut sein, wenn wir die richtigen Lehren aus der Pandemie ziehen, also Antworten auf Fragen finden wie zum Beispiel: „Wie können wir in Zukunft viel besser die benachteiligten Schülergruppen einbeziehen und erreichen?“ Es bleibt aber keine rein schulische Herausforderung: Auch innerhalb der Kommune müssen wir diese Frage beantworten, etwa über Ferien- und Freizeitprogramme, die den Kindern und Jugendlichen den Mehrwert von Gemeinschaft vermittelt. Für mich als Schulleitung wünsche ich mir natürlich mehr zeitliche Entlastung für die vielfältigen Aufgaben.

Stadtinfo April 2022

Vertane Chance: Ablehnung des städteplanerischen Wettbewerbes zum Wohngebiet auf dem Konversionsgelände

Jetzt müssen wir uns die städtebaulichen Impulse auf anderem Wege holen

Das auf dem Konversionsgelände geplante Wohngebiet soll ein innovatives Leuchtturm- projekt werden – absolut ambitioniert hinsichtlich Klimaschutz, Energieautarkie, Ökologie, Wohn- und Lebensqualität, Verkehrsberuhigung und besonders auch mit einem umfangreichen Wohnungsangebot für Menschen mit kleinerem Geldbeutel. Aus den Reihen von allen Fraktionen wurde der in der Gemeinderatssitzung im Dez. 2020 von der Verwaltung vorgelegte städtebauliche Planentwurf grundsätzlich positiv und in die richtige Richtung gehend bewertet, von uns allerdings in einigen Bereichen noch nicht als mutig genug angesehen. Deshalb haben wir zur Gewinnung weiterer guter Ideen und zur weiteren Auseinandersetzung mit der städtebaulichen Grundstruktur des Planes gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen die Durchführung eines städteplanerischen Wettbewerbs beantragt. Weder die BürgerPlanungsWerkstatt noch die Investoren-Architekten-Wettbewerbsverfah- ren können den städtebaulichen Wettbewerb ersetzen. Leider erhielten wir dazu bei der Abstimmung im Oktober 2021 keine Mehrheit. Aus unserer Sicht eine absolut vertane Chance zur Optimierung der Planungen für das in diesem Jahrzehnt in verschiedenster Hinsicht sicherlich wichtigste Ellwanger Wohngebiet. Jetzt müssen wir die städtebaulichen Impulse auf anderem Weg suchen. Z. B. in einer Veranstaltung von Bündnis90/Die Grünen zu einer wissenschaftlichen Arbeit von Studenten der Hochschule Nürtingen am 28.03.22. Oder bei einer Veranstaltung der SPD Ellwangen mit Andrea Schwarz, Bürgermeisterin in Ludwigsburg für Stadtentwicklung, Hochbau und Liegenschaften, am 12.04.22 um 19:00 Uhr im „Roten Ochsen“. 

SPD-Kreisvorstand: Keine soziale Schieflage bei Lastenverteilung

Der erweiterte SPD-Kreisvorstand hat sich in seiner jüngsten, digitalen Sitzung mit aktuellen politischen Fragen beschäftigt.

Bei der Auseinandersetzung mit der aktuellen Corona-Lage hatte man wenig Verständnis für die vorgesehenen Lockerungen in eine wieder ansteigende Infektionswelle hinein. „Es wäre gut, wenn im Gesetzgebungsverfahren wenigstens die Maskenpflicht im öffentlichen Raum als erwiesenermaßen wirksame Schutzmaßnahme erhalten bliebe,“ stellte dazu der stellvertr. Kreisvorsitzende Jakob Unrath fest. In der Diskussion sprach sich der SPD-Kreisvorstand auch für die allgemeine Impfpflicht aus, da diese als vorausschauende Maßnahme für den kommenden Herbst am effektivsten sei, um das öffentliche Leben nicht erneut zu gefährden.

AfA und SPD rufen zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf!

Viele Betriebe wählen in den nächsten Wochen im Ostalbkreis ihre Interessensvertretung am Arbeitsplatz. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA-Ostalb) und die SPD-Ostalb rufen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Teilnahme bei den Betriebs- und Personalratswahlen auf.

Stadtinfo März 2022

Ganz praktische Solidarität mit der Ukraine durch Hilfsbereitschaft für die Geflohenen 

Seit Donnerstag, 24. Februar, ist alles anders: Was sich nicht mehr viele Menschen auf unserem Kontinent noch vorstellen konnten, ist schlimme Wirklichkeit: Krieg in Europa.      77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erschüttert Wladimir Putin die europäische Friedensordnung. Durch einen brutalen Angriffskrieg der russischen Streitkräfte wird die Situation der Menschen in den ukrainischen Kriegsgebieten immer dramatischer. Nach Aussagen verschiedener Hilfsorganisationen sind zunehmend mehr und mehr  Menschen Richtung Westen unterwegs auf der Flucht. Nach Aussage der Caritas wächst der Hilfebedarf stetig. Augenblicklich steigt der Druck in den unmittelbaren Nachbarländern der Ukraine. Die SPD-Gemeinderatsfraktion begrüßt deshalb die Anstrengungen vom Justizministerium Baden-Württemberg, Landkreistag, Städtetag und Gemeindetag den vor dem Krieg Geflohenen in unserem Bundesland Zuflucht zu gewähren und ihnen zunächst in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Unterkunft zu geben. Der SPD-Fraktionsvor- sitzende im Landtag, Andreas Stoch, sagte: „Aus dieser politischen Katastrophe darf nicht auch noch eine humanitäre Katastrophe werden“.

Gleichstellung - Es bleibt noch vieles zu tun

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) zum Equal Pay Day am 7. März und zum Internationalen Frauentag am 8. März

„Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich Gleichstellung einiges erreicht wurde, können wir noch nicht zufrieden sein. Frauen sind weiterhin in Führungspositionen und Parlamenten unterrepräsentiert, haben den weit größeren Anteil der Teilzeit-Arbeitsverträge und übernehmen noch immer den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen“, erklärt Sonja Elser, AsF-Kreisvorsitzende im Ostalbkreis. Zudem seien Frauen und Mädchen im Alltag oft Diskriminierung ausgesetzt, die bereits mit der Sprache, mit sogenannter „Hate Speech", beginnt. Dabei werden regelmäßig die Grenzen der Privatsphäre, der Vertraulichkeit und des Respekts überschritten.

 

SPD im Kreis: Gesundheit bleibt Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge

Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich der SPD-Kreisvorstand und die SPD-Kreistagsfraktion. Unter der Leitung der stellvertr. Kreistagsfraktionsvorsitzenden Sigrid Heusel und der SPD-Kreisvorsitzenden Sonja Elser standen dabei Themen der Gesundheitsversorgung im Ostalbkreis im Mittelpunkt.

Dabei wurde eine Reihe von Problemlagen diskutiert, die bereits vor Corona dringend waren. Der Mangel an Pflegekräften, die zunehmend fehlende Arztversorgung in den ambulanten Bereichen sowie zum Teil dysfunktionale Finanzierungsstrukturen für die Kliniken wurden dabei in den Blick genommen.

„Die SPD steht für eine flächendeckende medizinische und pflegerische Versorgung in hoher Qualität. Sie gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und sollte weder von Gewinnen noch von Krisen abhängen dürfen“, stellte Sigrid Heusel fest.

In Gedenken an Oswald Grässle

Wir trauern um unser verdientes und langjähriges Mitglied Oswald Grässle. 

Mit Oswald Grässle verlieren wir einen engagierten Sozialdemokraten. Zeitlebens übernahm er Verantwortung für einen gerechten Staat und eine solidarische Gesellschaft. Als Vorsitzender des SPD-Ortvereins und als Stadtrat prägte er mit seinem persönlichen Einsatz und  seiner zutiefst menschenfreundlichen Art das Gesicht der Ellwanger SPD mit. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie.

Im November des vergangenen Jahres durften wir Oswald noch für 50 Jahre Mitglischschaft in der SPD ehren. Es war uns eine große Freude, aber auch eine große Ehre. So hat Oswald in den 50 Jahren in vielfältigen Positionen an der Verwirklichung sozialdemokratischer Ideen mitgewirkt. Für sehr viele von uns war Oswald mehr als nur ein Mitglied in der gleichen Partei, mehr als nur ein Mitstreiter für die gleichen politischen Ziele. Für sehr viele von uns war Oswald ein guter Freund. Er war, ist und bleibt uns daher in Erinnerung und in unseren Herzen. Für viele von uns war Oswald lange Zeit das Gesicht der Ellwanger SPD. Unzählbar vielen Menschen in unserer Stadt denken gerne an Oswald Grässle und können eine schöne Erinnerung, die sie mit ihm verbindet erzählen.

Wir danken ihm sehr.

Ariane Bergerhoff
Vorsitzende SPD Ellwangen Virngrund

Stadtinfo Februar 2022

Stärkung der Ortschaften durch ein Budget für die Ortschaften!                           

Zu den Haushaltsberatungen 2022 haben wir für unsere vier Ortschaften Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim die Einrichtung eines Ortschaftsbudgets beantragt. Dadurch wäre den jeweiligen Ortschaftsratsgremien die Möglichkeit gegeben, z. B. in einem Umfang von voraussichtlich ca. 20.000 EURO (entweder pauschal unabhängig von der Größe der Ortschaften oder 10.000 EURO als jeweiliger Sockelbetrag und je nach Einwohnerzahl pro Einwohner 3 EURO pro Einwohner zusätzlich) im Rahmen des Budgetvolumens noch eigenverantwortlicher und beweglicher und gleichzeitig haushaltsrechtlich trotzdem sicher zu wirtschaften. So könnten u. a. kleinere Beschaffungen und Investitionen, auch im Zusammenhang mit der Erbringung von Eigenleistungen, unkomplizierter und auch schneller realisiert werden. Darüber hinaus versprechen wir uns durch diese neue Regelung für die Ortschaftsratsgremien einen Schritt zu größerer Eigenverantwortlichkeit, zu noch mehr Motivation und Identifikation und zur Stärkung der Ortschaften in Wechselwirkung zu einem weiteren Wachstum des gesamtstädtischen Denkens.

Stadtinfo Januar 2022

Im Rahmen des Haushaltsplanes 2022:
Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch stärker in die Kommunalpolitik integrieren!

Dabei eröffnen uns unsere Mega-Projekte Handlungsmöglichkeiten: Die Landesgartenschau ist auf einem guten Weg und Stadtentwicklung vom Feinsten. Darüber hinaus ist sie eine riesige Chance zur zukunftssicheren ökologischen Gestaltung unserer Stadt. Hierzu muss so stark wie möglich in die Gartenschau-Planung und Durchführung einbezogen werden: Wie kann Ellwangen angesichts der Klima- und Nachhaltigkeitskrise ihre Zukunft sicherer, d. h. ökologischer, gestalten? Wie kann Lebensqualität für Menschen in Einklang mit der Erhaltung der Natur gewährleistet werden? Diese Fragen müssen auch im Hinblick auf die Verwirklichung des zukünftigen Wohngebietes im Konversionsgelände und für die weitere Entwicklung des Gewerbegebietes in Neunheim positiv beantwortet werden.